Vertrauen ist Loslassen
Aus einer Dharma-Unterweisung von Daehaeng Kunsunim, gehalten in Anyang, Korea:
Ich freue mich, Sie wiederzusehen. Seit unserem letzten Treffen ist ein Monat vergangen. Aber eigentlich sind wir immer zusammen. Wir leben nicht am gleichen Ort und unsere äußere Gestalt unterscheidet sich. Dennoch sind wir von unserem Ursprung her eins. Mit physischen Augen gesehen, sind wir verschieden. Betrachten wir uns aber mit den Augen unseres Herzens, sind wir – über Raum und Zeit, über Leben und Tod hinaus – eine Gestalt, ein Herz. Wenn wir diese Wahrheit erfahren, können wir ohne Hindernisse, völlig gelassen und glücklich leben und erlangen wahre Freiheit.
Was müssen wir dafür tun?
Der Schlüssel zum Tor dieser Dimension ist unsere Entschlossenheit. Jedes Gefühl, das in uns aufsteigt, jeden Gedanken, der in uns aufkommt, müssen wir in unseren inneren Schmelzofen werfen können. Dies gelingt, wenn wir tief vertrauen und eine Entschlossenheit entwickeln, die vor nichts zurückweicht.
Um ein Haus zu bauen, benötigt man ein festes Fundament. Auf dem geistigen Weg ist das Vertrauen auf unser Wahres Selbst das Fundament unserer Praxis. Wer wahrhaft vertraut, könnte sich sogar dann dem Wahren Selbst zuwenden, wenn die ganze Welt um ihn herum zusammenbräche.









