Juingong – das Wahre Selbst

Alles verändert sich von Augenblick zu Augenblick. Nichts ist von Dauer. Juingong ist die Urquelle der unaufhörlich sich verändernden Erscheinungen. Deshalb erklärt es sich begrifflich als Einheit von Herr, Besitzer (koreanisch: juin) und absoluter Leere (koreanisch: gong) Es ist das ewige Wahre Selbst, das wir als den ursprünglichen Geist in uns tragen.

Kunsunim vergleicht Juingong in ihren Unterweisungen oft mit folgendem Bildern: „Betrachten wir einen Baum, sehen wir Zweige, Blätter und Früchte, nicht aber seine Wurzel. Und doch wissen wir, dass der Baum durch seine Wurzel lebt, obwohl diese unsichtbar ist. Unser Körper und unsere Gedanken sind wie die Blätter, Zweige und Früchte eines Baumes, die sich bilden und nach kurzer Zeit wieder vergehen. Juingong hingegen ist die Wurzel, die stets neue Zweige und Blätter hervorbringt.

Anders ausgedrückt ist Juingong ein großer Schmelzofen, der die alles erlösende heilige Kraft aller Buddhas enthält. Die unterschiedlichsten Metallsorten, die dort hineinkommen, werden geschmolzen und dadurch eins. So verwandelt sich in unserem inneren Schmelzofen jede Träne in Mitgefühl und jeder Schmerz in Dankbarkeit. Jegliches Leid, jedes Unheil ist nicht mehr als eine Schneeflocke im Feuer dieses Ofen. Juingong ist die mit nichts zu vergleichende heilsame Kraft, die alles zu erlösen vermag.

Juingong ist der Kern der Herzensschulung, denn es gibt nichts in deinem Denken, deinem Tun, deinen Verdiensten, das nicht aus Juingong, deinem Ursprung, entstanden ist.

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